Wochende in Onsala – Hilfe, es stinkt

Vor zwei Wochen haben meine Mitbewohnerin und ich auf Einladung meiner Vermieterin das Wochenende auf ihrem Landaus verbracht. Das liegt in Onsala, einer Halbinsel direkt am Meer. Es hat zwar ein bisschen geregnet, aber zwischendurch hatten wir doch ein bisschen Glück und die Sonne kam raus 🙂 So waren wir also viel Spazieren und haben die Gegend erkundet. Unsere Vermieterin hat uns erzählt, dass die Häuser dort alle sehr alt sind, aus dem 18. Jahrhundert und früher Fischern gehört haben. Meistens werden sie dann in der Familie weitervererbt, jedoch erst wenn der Besitzer gestorben ist, denn vorher darf das Haus nicht angerührt werden. Goldene Regel hier! Abends haben wir dann in ihrem Haus Abend gegessen und den Vorentscheid des Eurovision Song Contest geschaut. Das fand in Göteborg statt und ist hier in Schweden ja ein riesen Ding. Es gibt eine ganze Serie an Vorentscheiden und Finales bis endlich festgelegt wird, wer denn jetzt Schweden vertreten kann. Das Haus von meiner Vermieterin ist jedenfalls zuckersüß, wie ein kleines Puppenhaus! Alles in blau weiß und die Küche ist rosefarben.

Am nächsten Tag sind wir nach dem Frühstück wieder eine Weile spazieren gegangen und dann sollte schon das lange geplante Highlight des Wochenendes folgen: Stinkefisch, auch Surströmming genannt. Es gibt viele Horrorgeschichten um diesen sagenumwobenen Fisch. Denn er wird in der Dose fermentiert und viele sagen er stinkt bestialisch und schmeckt genauso: ekelhaft. Meine Vermieterin mag ihn aber sehr gerne und so mussten wir das natürlich unbedingt ausprobieren. Klar, Essen da sag ich sowieso nie nein 😉

Ich kopiere euch hier mal einen Link von Youtube, in dem Leute das essen 😛

Der Trick meinte Lillemor sei alles gut vorzubereiten. Sie hat ihn vorher eine halbe Stunde ins Gefrierfach gelegt und dann im Wasser aufgemacht. Im Freien! Als meine Vermieterin dann die Dose aufgemacht hat, hat es auch wirklich gerochen, aber nicht so schlimm wie vermutet. Ich war ja schon fast ein bisschen enttäuscht, denn es hat wirklich nicht schlimm gerochen 😀 So war es dann auch kein Problem, den Fisch mit Flatbread, Butter, Kartoffeln, Zwiebeln und Dill zu essen. Das hat wirklich gut geschmeckt. Hinterher hat man zwar wirklich gestunken (Jacke, Hände, einfach alles) aber das verging nach einer Zeit auch wieder. Also alles in allem eine gelungene Stinkefischpremiere!

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