Argentinien – Pitschnass an den Iguazúwasserfällen

Nach den besagten 19 Stunden im Bus kam ich dann doch etwas zerknautscht in Puerto de Iguazú an. Aber zum Ausruhen blieb nicht viel Zeit, denn ich wollte die Brasilianische Seite der Wasserfälle sehen. Also nahm ich einen Bus zur Grenze und man musste erst aus Argentinien ausreisen und dann nach Brasilien einreisen. Südamerikanische Logik! Ich habe eine Londonerin kennengelernt und wir verbrachten den ganzen Tag zusammen. Diese Wassermassen waren wirklich beeindruckend! Von der Brasilianischen Seite sieht man sehr gut das Panorama der ganzen Wasserfälle. Und überall sind feine Regentropfen, da das Wasser mit so einer Wucht aufschlägt. Wenn man sie also von näherem betrachtet ist man dann am Ende klitschnass (und das trotz einem Regencape, den mir eine Frau geschenkt hat). Macht aber nichts, denn das Wetter ist superwarm und tropisch. Zum Schluss haben wir noch eine Bootstour gemacht und ein bisschen den Regenwald und Tukane gesehen.

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noch trocken 😉

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und schon nass 😀
Zurück im Hostel musste ich natürlich sofort den Pool ausprobieren 😉 Dort habe ich mich auch mit zwei Amerikanern angefreundet und wir haben den Abend zusammen am Pool verbracht. Mein Zimmer habe ich mir mit einer Inderin, einer Chilenin und einer Argentinierin geteilt, die auch alle alleine unterwegs waren. Wir waren zusammen in einer Eisbar, wo man, eingehüllt in warme Handschuhe und Jacken, Getränke in Eisbechern serviert bekommen hat. Ein wenig wie ein Eskimo hat man sich schon gefühlt 😀

Den nächsten Tag wollte ich ganz der Argentinischen Seite der Wasserfälle widmen und bin deshalb schon früh aufgestanden. Ich war mit der Londonerin vom Vortag verabredet, denn wir hatten die gleiche Tour gebucht. Los ging es mit einer Jeeptour durch den Dschungel und Einweisung in die Bootstour. Mir wurde geraten meine Schiene abzumachen und ohne Krücke zum Boot zu laufen, denn es gibt strenge Sicherheitsregeln und der Park möchte nicht von Amerikanern verklagt werden, wenn etwas passiert. Aber die Bootstour war wirklich ungefährlich und alles lief gut. Im Gegenteil sie war das Beste der ganzen Wasserfälle. Man musste alle seine Sachen in einen wasserfesten Beutel schnüren. Wenige Minuten später wusste man auch wieso: man wurde klitschnass. Wir fuhren unter die Wasserfälle (natürlich nicht genau darunter aber ziemlich nah) und man merkte wie schwer das Wasser von oben ist.

 

Nach der Bootstour sind wir einige Treppen hochgestiegen und die Aussicht war wirklich wie im Märchen! Überall wachsen Blumen und durch die Regentropfen gibt einen Regenbogen. Wieder im Park angekommen wollten wir erst einmal etwas essen. Doch das war gar nicht so einfach, da im Park Affen und noch andere Tiere leben (ich weiß bis heute nicht wie sie heißen) , die einem das Essen wegfressen wollen. Ich wollte also von meinem Brot abbeißen, aber ein Affe und dieses andere Tier hatten schon fast ihre kleinen Händchen dran. Als das eine dann auch noch meine Kamera stehlen wollte, sind wir lieber nach drinnen zum Essen.

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Nachmittags sind wir dann einen anderen Pfad gelaufen und dann mit einer kleinen Bimmelbahn zur Garganta del Diablo (Teufelsschlund). Diesen Ausblick werde ich wirklich nie vergessen. Das Wasser ist so gewaltig! Man kann sich nicht vorstellen wo so viel Wasser herkommt und wo das alles hinfließt. Uns wurde auch erzählt, dass sich manchmal Leute umbringen, indem sie sich in die Garganta del Diablo stürzen. Wir fanden aber, dass es kein sehr schöner Tod sein muss und man den Ort lieber so genießen sollte 😉 Zum Abschluss des Tages haben wir eine weitere, gemütliche Bootstour gemacht und Schildkröten beobachtet.

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Mein letzter Tag in Iguazú war zum Entspannen da. So lag ich also am Pool und habe gebadet, denn am Abend fuhr mein Bus schon wieder nach Buenos Aires.

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Dort angekommen hat mich natürlich, wie sollte es anders sein, erstmal Regen begrüßt. So habe ich also den ersten Tag nicht sehr viel gemacht und nur etwas mit den Leuten aus dem Hostel getrunken. Diesmal teilte ich mir ein Zimmer mit einem Iren und lauter Engländerinnen. Mein erstes Zimmer hat mir besser gefallen, da dieses zum Hinterhof führte, in dem ein Bordell war. Man hörte also manchmal ein paar eindeutige Geräusche 😀 Aber nur bis 11 am Abend also war es zu ertragen, da man die meiste Zeit ja eh nicht im Zimmer verbringt.
Am darauffolgenden Tag habe ich Palermo besichtigt. Ein Viertel mit vielen Kneipen, Läden und Restaurants. Danach war ich auf dem Friedhof. Aber kein Friedhof wie man sich das jetzt so vorstellt, sondern die Friedhöfe sind hier viel sehenswerter mit Mausoleen und alten Grabsteinen. Anschließend bin ich noch über die Feria geschlendert, wo man Kunsthandwerk und andere Sachen kaufen kann, und in eine Fotoausstellung im Palais de Glace. Zum Schluss war ich noch im Barrio Chino, wo ich chinesisch essen war. Leider war jedoch der Eingang zum Viertel, ein chinesischer Bogen, durch eine Baustelle ein wenig versperrt. Gefallen hat es mir trotzdem dort.

 

Und schon war mein letzter Tag in Buenos Aires gekommen. Ich ging auf die Feria de San Telmo mit ganz vielen Ständen mit Kunst, Kram, Antiquitäten und Souvenirs. Zwischendrin gab es auch immer wieder Bands, Musiker und Tangotänzer. Als letztes war ich mit meinen amerikanischen Freunden aus iguazú im Café Tortoni, dem ältesten Café in Buenos Aires, und wir haben Chocolate con Churros getrunken 🙂

 

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